Früherkennung des individuellen AMD-Risikos

Kontrolle und Monitoring einer Mikronährstoff-Therapie (Supplementierung)

Infofilm: (c) innomedis AG

Macualar Pigment

Der gelbe Fleck setzt sich hauptsächlich aus den Carotinoiden Lutein und Zeaxanthin zusammen.
Diese Carotinoide befinden sich in einer extrem hohen Konzentration in der Retina und schützen die Fotorezeptoren durch ihre antioxidative Wirkung vor schädlichem UV-Licht.
Da Lutein und Zeaxanthin nicht vom Körper selbst gebildet werden können, müssen sie entweder durch eine ausgewogene Ernährung oder durch Supplementation mit Nahrungsergänzungsmitteln aufgenommen werden.
Eine niedrige makulare Pigmentdichte MPD ist der Hauptrisikofaktor für eine altersbedingte Makuladegeneration (AMD).

Rund 30 Prozent aller über 65 jährigen leiden an einer Form der AMD. Aufgrund der demographischen Entwicklung wird diese Zahl weiter steigen.
Durch die stark limitierten therapeutischen Möglichkeiten ist es wichtig, mit einer gezielten Zufuhr von Lutein und Zeaxanthin vorbeugend zu handeln.

Lange Zeit gab es keine Möglichkeit die Pigmentdichte an der Makula zu messen.
Hohl Optik in Sindelfingen und Carrier Optik in Renningen bieten nun Ihren Kunden diese Messung im Rahmen des Augen-Screening-Checks an:

Die zuverlässige Messung der MPD ist mit der Heterochromatic Flicker Photometrie (HFP), die beim IVIPS II zum Einsatz kommt, möglich.
Durch die Korrelation mit dem Alter des Patienten, wird die Gelbtrübung der Linse, die im Alter zunimmt, in das MPD-Ergebnis einkalkuliert.

Es fanden mehrere Studien zu diesem Thema statt, die den Nutzen von Lutein in Kombination mit Zeaxanthin belegen.

So wurden z.B. 166 Patienten im Alter zwischen 27 und 86 Jahren gemessen.
Die tägliche Menge an Lutein betrug 4 mg und 8 mg Zeaxanthin.
Patienten mit einer von Beginn an geringeren MPD konnten diese tendenziell mehr steigern als solche Patienten, die schon mit einer relativ hohen IVIPD anfingen.

(Quelle: Measuring MP in practice - Dr. Ian Murray, Dr. Maria Makridaki, David Carden, 2011, opticianonline.net)

FAZIT

Änderungen an der makularen Pigmentdichte (MPD), die durch Supplementation mit Nahrungsergänzuungsmitteln erreicht werden, können einfach mit dem Macular Pigment Screener (MPS II) bei Hohl Optik und Carrier Optik gemessen und nachgewiesen werden.

Der duchschnittlich gemessene Anstieg der MPD betrug 76 Prozent.

Fast alle Patienten mit einer niedrigen Pigmentdichte erhöhten diese signifikant (um durchschnittlich 0,3)

Macular Pigment Screener II

Der Makulapigment-Screener (MPS II) bietet ein schnelles und fortschrittliches Verfahren zur Messung der Makulapigmentdichte.

Anwendungsgebiete

Das MPS II stellt aktuell eine der wenigen Untersuchungen dar, die die Makulapigmentdichte messen und das Risiko einer AMD-Entstehung quantifizieren können, bevor die ersten Symptome überhaupt auftauchen.
Folgende Untersuchungen können angeboten werden:

  • Früherkennung des individuellen AMD-Risikos
  • Kontrolle und Monitoring einer Mikronährstoff-Therapie (Supplementierung)

Funktionsweise

Zur Bestimmung der Makulapigmentdichte wird gemessen, wie viel blaues Licht von der Makula absorbiert wird. Das MPS II nutzt hierfür die sog. heterochromatische Flickerphotometrie (HFP). Hierbei wird getestet, wie viel blaues Licht das Makulapigment durchdringt, indem die Makula gezielt blauem Licht ausgesetzt wird. Durch den Vergleich mit vorliegenden klinischen Daten über den Anteil von blauem Licht in der Peripherie außerhalb der Makula lässt sich die Absorptionsfähigkeit der Makula individuell bestimmen.

Durchführung der Untersuchung

Vor der eigentlichen Untersuchung werden zur Berechnung des individuellen AMD-Risikos Anamnesedaten erhoben. Hierzu zählen das Alter des Patienten, Fragen zum Lebensstil und Fragen zu familiären Vorbelastungen. Nur unter Berücksichtigung aller relevanten Risikofaktoren kann ein adäquates Risikoprofil erstellt werden.
Die Dauer der Untersuchung beträgt nur wenige Minuten pro Auge. Sie ist berührungslos und schmerzfrei. Eine Weitung der Pupille ist nicht notwendig. Die Untersuchung selbst läuft wie folgt ab:

  1. Der Patient wird gebeten, in die Kamera zu schauen. Dort befinden sich drei blaue Punkte, wobei der Punkt in der Mitte fixiert werden soll.
  2. Nach einer gewissen Zeit fängt dieser Punkt an, blau-grünlich zu flackern. Sobald der Patient das Flackern wahrnimmt, drückt er einen Knopf.
  3. Diese Prozedur wird einige Male wiederholt. Dabei wird das Hintergrundlicht unterschiedlich abgedimmt.

Vorteile

  • Früherkennung: Der frühe Nachweis eines drohenden Sehverlustes ermöglicht ein proaktives Therapiemanagement
  • Verlaufskontrolle: Die Daten und Ergebnisse der Untersuchung werden für eine Verlaufskontrolle gespeichert
  • Kurze Untersuchungsdauer: Die Untersuchung dauert nur wenige Minuten pro Auge
  • Sichere Ergebnisse: Die eingesetzte Software ermöglicht eine sofortige Ergebnisinterpretation, z.B. individuelle Risikoanalyse
  • Non-Kontakt-Verfahren: An das medizinische Fachpersonal einfach delegierbar, keine Erweiterung der Pupille notwendig
  • Innovatives Messverfahren: Die heterochromatische Flickerphotometrie ist der Goldstandard zur Messung der MPD
  • CE/FDA-zertifiziert: Geprüfte Qualität. CE-zertifiziert und FDA-approved

Therapeutische Konsequenzen

Ziel einer möglichen Therapie sollte immer die Erhöhung der Makulapigmentdichte sein, um das Risiko einer AMD zu senken und um die Sehleistung bestmöglich zu unterstützen. Betrachtet werden hierbei immer die individuellen Lebensumstände. In Abhängigkeit des Messergebnisses kann so bspw. die Umstellung der Lebens- und Ernährungsgewohnheiten empfohlen werden. Im Falle einer zu niedrigen Makulapigmentdichte wurde bereits in zahlreichen internationalen Studien belegt, dass eine regelmäßige Einnahme von Carotinoiden und Mikronährstoffen diese wieder erhöht.

Aktuelle Studien zum Thema

Makula Pigment Screener